outdoor Bestenliste Zelte - Tunnelzelte Rejka Antao IV (Heft 12/03)
Testurteil: gut

Viel Platz für wenig Geld: Preiswerter Kleinfamilientunnel

Rejka überrascht oft mit ausgereiften Tunnelzelten, die zu einem unglaublich günstigen Preis offeriert werden: zuletzt im Familienzelttest mit dem »Antao VI«, davor im großen Zwei-Personen-Trekkingzelttest (outdoor 4/00) mit dem Antao III. Zwischen dem 3er und 6er liegt das »Antao IV« (ein »Antao V« gibt es nicht), das vor allem für Kleinfamilien mit Sinn für Komfort die richtige Größe hat: Innen bieten sich zirka 2,40 x 2,20 Meter zum Ausschlafen, Spielen und Essen an, und in der Apsis (mit Seiten- und Vordereingang) kann man bequem kochen, die nasse Jacke ausziehen oder den Rucksack packen.

Dabei kann man stehen – das Zelt ist hier 1,70 Meter hoch. Zwei Lüfter, einer vom gelbfarbenen Innenzelt aus bedienbar, sowie ein zirka zehn Zentimeter hochgezogenes Außenzelt sorgen für frische Luft, abdeckbare Moskitonetze am Innenzelt- und seitlichen Außenzelteingang für moskitofreie Nächte. Das Antao IV ist sehr leicht auch von nur einer Person aufzubauen, hat einen absolut dichten Boden (10000 Millimeter Wassersäule) und lässt nur längere Abspannleinen vermissen. Das dünne Rip-Stop-Material an den Gestängekanälen, das bereits im Familienzelttest (outdoor 6/03) negativ auffiel, soll 2004 durch dickes Oxford-Nylon ersetzt werden.
Fazit: Das Reijka Antao IV bietet enorm viel fürs Geld: gute Verarbeitung, dichter Boden, vernünftige sowie komfortable Ausstattung und viel Platz. Es ist leicht (6,6 kg) und kompakt (69x 25 cm) und findet damit locker auf einem Fahrrad-Anhänger Platz.

Antao II light

Die Tester trauten kaum ihren Augen: ein solch preiswertes Zelt, das so gut im Wind steht? Seitlich angeblasen blieb das Antao II light bis 100 Sachen stehen, blies der Wind aufs Heck, waren sogar weit mehr als 120 Sachen drin. Das ist kein Wunder, sondern einfach nur gut konstruiert: Die Sturmabspannungen sitzen an den richtigen Stellen, die Außenhaut ist straff gespannt und bietet wenig Angriffsfläche. Dadurch fällt das Zelt auch im Innern niedrig aus, bietet aber ausreichend Platz für 2 Personen plus Trekkinggepäck. Die kleinen Maße haben noch einen Vorteil: man benötigt zum Aufstellen, was übrigens im Handumdrehen geschieht, wenig Platz praktisch vor allem in steinigem, bergigen Terrain.

Zatara light:

 Abstriche Abstriche muss man nur beim Raumangebot machen, geht es im Innern doch recht beengt zu. Mit 1,85 Metern nutzbarer Länge ist das Zelt nichts für Große. Doch der Rest stimmt: Material- und Verarbeitungsqualität sind hoch, es gibt genug Stauraum in den Apsiden, spannbare Herings-schlaufen für leichten Aufbau und viel Wetterschutz. Vor der Windmaschine hält das Zelt 100 Sachen aus.

Darüber legt es sich flach, bleibt aber ganz und weiter einsatzfähig. Auch Bodennässe oder Regen sind kein Problem. Doch das Beste kommt noch: Das Rejka wiegt nur 2,5 Kilo ideal für Bergtouren.

Wetterschutz:
Geht bei ca. 100 km/h in die Knie, bleibt aber ganz. Top Nässeschutz.

Komfort:
Kleines, recht dunkles Inneres und
niedrige Eingänge kosten Punkte.

Fazit: Wer Komforteinbußen verkraften kann, erhält ein leichtes, günstiges Zelt vor allem für Bergtouren.